Kooperation mit dem Marian University College (MARUCO)

In den Jahren 2014/15 entstand in Bagamoyo auf dem Gelände des Spiritan Centers das Marian University College (http://www.maruco.ac.tz/). Hier werden seit November 2015 naturwissenschaftliche Lehrerinnen und Lehrer ausgebildet.

Die Science-Buddys der Städt. Realschule Ahlen haben in mehreren Jahren Experimentier-Material und Anregungen für den naturwissenschaftlichen Unterricht zu ihrer Partnerschule nach Bagamoyo gebracht und mit den tansanischen Schüler/innen zusammen gelernt und experimentiert. Dabei haben sie im ehemaligen Spiritan Center der katholischen Mission gewohnt und die Arbeit der Mönche kennengelernt. Somit war es naheliegend, dass Pläne für eine Kooperation zwischen deutschen und tansanischen Studierenden mit Unterstützung des Freundeskreises Bagamoyo e.V. entstanden.

Im Oktober 2016 reisten Bernd Schäpers vom Freundeskreis Bagamoyo e.V. und Agnes Weber vom Verein für erneuerbare Energie Ahlen (VERENA) nach Bagamoyo. Unterstützt durch Dr. Sebastian Schramm von der Hochschule Düsseldorf (HSD), dem Leiter des Projekts "Energiewende macht Schule", führten sie einen Workshop für tansanische Studierende durch. Ziel dieses Workshops war es, gemeinsam mit den zukünftigen naturwissenschaftlichen Lehrer/innen in Tansania didaktische Konzepte und praktisches Experimentier-Material zu erarbeiten, sodass diese bei ihrer Lehrtätigkeit in der Lage sind, das Thema "Erneuerbare Energie" in ihren Einsatzorten informativ und interessant zu vermitteln.

Die Durchführung des Workshops wurde gefördert im Rahmen der kommunalen Entwicklungszusammenarbeit des Landes NRW und unterstützt durch Engagement Global.

Im Februar 2017 fand im Labor des MARUCO wieder ein Workshop für zukünftige Science-Lehrer statt, diesmal zum Thema „Einführung in Elektronik“. Bernd Schäpers vom Freundeskreis Bagamoyo e.V. bekam Unterstützung von Frank Bodewig, Ausbilder am Berufsförderungswerk Hamm (Informatik und Elektronik) und Mitglied im Verein für erneuerbare Energie in Ahlen (VERENA).

Das Interesse der Teilnehmer war wieder groß, sowohl am Erwerb praktischer Fertigkeiten beim Löten, als auch an theoretischen Kenntnissen über elektronische Bauteile und Schaltungen, sowie ihre Vermittlung im Unterricht.

Nach einführenden Lötübungen, sowie Messungen und Berechnungen an Widerstandsnetzwerken entwickelten die Teilnehmer Schritt für Schritt eine elektronische Schaltung und lernen dabei die elektronischen Bauteile kennen. Die Teilnehmer arbeiteten anhand von schriftlichen Anleitungen selbstständig. Frank Bodewig und Bernd Schäpers standen beratend zur Verfügung.

Als weitere Aufgabe bauten die Teilnehmer ein geregeltes Netzteil aus einem ausrangierten Ladegerät für Handys. Diese Möglichkeit ist besonders interessant für die zukünftigen Lehrer/innen, wenn sie in Schulen eingesetzt werden, in denen sie keine Experimentier-Sammlung vorfinden. Daher durfte jeder Teilnehmer und jede Teilnehmerin die gebauten Schaltungen behalten. Als Projekt im Rahmen der kommunalen Entwicklungszusammenarbeit des Landes NRW wurde die Durchführung unterstützt von Engagement Global.