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Sklaverei, Kolonialismus, Missionare und Entdecker

Foto: Rudolf Blauth
Die katholische Mission
Foto: Rudolf Blauth
Deutscher Kolonialfriedhof

Geschichte

Bis zum 18. Jahrhundert: Unbedeutender Handelsort

Foto: Rudolf Blauth
Kaole-Ruinen

Bis Mitte des 18. Jahrhunderts ist Bagamoyo ein kleiner, recht unbedeutender Handelsort. Gegenstände des Handels sind u.a. Fisch, Salz, Kautschuk u.a. Die Mehrheit der Bevölkerung setzt sich zusammen aus Fischern und Bauern.

Im 8. und 9. Jahrhundert siedeln sich bereits an der ostafrikanischen Küste die ersten Araber an, die von den meisten Historikern als "Shirazi" bezeichnet werden. Eine nächste Shirazi-Einwandererwelle setzt im 10. Jahrhundert ein und eine dritte, nachdem Mongolen 1352 die persische Stadt Shiraz erobert haben. Der Historiker Mturi geht davon aus, dass das heutige Kaole ebenfalls den Shirazi zuzuordnen sei.

19. Jahrhundert: Die Araber kommen. Bagamoyo wird zum Umschlagplatz des ostafrikanischen Sklavenhandels

Foto: Unibibliothek Frankfurt/M.
Gefangene Sklavenjäger

Die Bedeutung des Ortes ändert sich schlagartig, als die arabischen Sklavenhändler Bagamoyo als Endpunkt ihrer Sklavenkarawanen aus dem Landesinnern nutzen. Ende des 18. Jahrhunderts, siedeln sich ca. 12 muslimischen Familien in Bagamoyo an, allesamt Verwandte des Shomvi la Magimba aus Oman. Ihren Lebensunterhalt verdienen diese Familien nicht nur durch die Erhebung von Steuern (selbst für das Schlachten von Ziegen oder für den Fischfang werden Steuern erhoben), sondern auch durch den Handel mit Salz, der in Nunge, drei km nördlich von Bagamoyo, gewonnen wird.

In Bagamoyo werden Sklaven eingekerkert und nachts per Schiff nach Sansibar auf den Sklavenmarkt gebracht. Dementsprechend bedeutet Bagamoyo ("Bwaga-Moyo") auch "Leg dein Herz nieder". Wer einmal von Bagamoyo deportiert wird, hat nie wieder eine Chance, seine Heimat wiederzusehen.

Empfehlenswert ist in diesem Zusammenhang die beeindruckende Erzählung "Tears of fear, tears of joy - die Geschichte des Sklavenmädchens Siwema", herausgegeben von der Kath. Mission Bagamoyo.

1868: Die Katholische Mission wird gegründet

Foto: Privatbesitz Peter Harke
Old Fathers House

Im Jahre 1868 schenken Muslime den "Vätern des Heiligen Geistes" Land, um nördlich des Ortes Bagamoyo eine Mission zu bauen - die erste Mission Ostafrikas. Der Widerstand des einheimischen Zaramo-Volkes gegen diese Landübergabe wird nach Intervention des französischen Konsuls auf Sansibar von Sultan Majid bzw. nach 1870 von Sultan Barghash erstickt.

Foto: Peter Harke
Kath. Missionskirche

1892 wird das Gelände der Mission erweitert durch ein Landgeschenk des Muslimen und Philanthropist Sewa Haji, ursprünglich aus dem heutigen Pakistan stammend und unermeßlich reich als Eigentümer zahlreicher Läden in Bagamoyo, Karawanenausrüster und Textilien-, Kupfer-, Schießpulver-, Elfenbein- und Nashorn-Händler. Er übergibt der Mission 20.000 ha Land und eine dreistöckige Schule für multirassische Erziehung (Afrikaner, Asiaten, Europäer) in der Stadtmitte von Bagamoyo. Sewa Haji errichtet außerdem das Krankenhaus von Bagamoyo, das später von den Deutschen übernommen wird.

19. Jahrhundert: Ausgangspunkt der Forschungsreisen von Livingstone & Co.

Filmplakat

Doch Bagamoyo ist nicht nur Umschlagplatz für Sklaven und Waren (z.B. Elfenbein oder Kopra aus der Kokosnuß für die Seifenherstellung) sowie ein Zentrums des Bootsbaus, sondern auch Ausgangspunkt für die ersten europäischen "Entdecker". Sie starten in Bagamoyo, um von hier aus die Nilquellen zu finden oder die damals noch geheimnisumwitterten Binnenseen zu erforschen. In Bagamoyo starten u.a.: Livingstone, Burton, Speke (gemeinsam mit Grant, um die Frage der Nilquellen zu lösen), Stanley (1871 mit 192 Begleitern und 6 Tonnen Ausrüstung, um den verschollenen Livingstone zu finden sowie 1889, als er mit seiner von 708 auf 196 Personen reduzierte Mannschaft von einer 3-jährigen Expedition zurückkehrt) und Grant.

Dem britischen Entdecker Richard Burton, der gemeinsam mit Speke als erster Europäer den Tanganjikasee erblickte, hat der Schriftsteller Ilija Trojanow mit seinem Bestseller "Der Weltensammler" , für den er mit dem Literaturpreis der Buchmesse Leipzig 2006 ausgezeichnet wurde, ein literarisches Denkmal gesetzt.

1874: Livingstones Leichnam wird in Bagamoyo aufgebahrt

Bekannt wird Bagamoyo auch durch die Rückkehr Livingstones: Am 15.2.1874 wird sein von der Sonne ausgetrockneter Leichnam (ohne Herz, das in Sambia begraben wurde), von Sambia ausgehend von seinen sansibarischen Helfern Abdullah Susi und James Chuma in einem neunmonatigen Marsch nach Bagamoyo gebracht ("Mwili wa Daudi" - "Der Körper von David"). Nachdem 700 Sklaven von ihm Abschied genommen haben, wird er über Sansibar nach England überführt und in der Westminster Abbey beigesetzt.

1880: Bagamoyo ist eine multikulturelle Stadt mit ca. 1.000 Einwohnern

Im Jahre 1880 hat Bagamoyo vermutlich eine ständige Einwohnerzahl von ca. 1.000. Aber selbst noch im Jahre 1889, als der Sklavenhandel bereits bekämpft wird, passieren immerhin noch 1.305 Karawanen mit 41.144 Menschen Bagamoyo auf dem Wege ins Landesinnere.

Die Stadtbevölkerung setzt sich zu diesem Zeitpunkt zusammen aus Mitgliedern der einheimischen Völker Zaramo und Doe, Shomvi-Muslimen aus Oman, eingewanderten Hindus aus Indien (die in der Verwaltung, in den Kokosnuß-Plantagen und im Bootsbau arbeiteten), Baluchi-Muslimen aus Mombasa und Sansibar (tätig im Handel, Karawanen-Finanzwesen und im Landhandel) sowie anderen Muslimen, darunter die Ismailiten, die sich 1840 angesiedelt haben und deren Zahl im Jahre 1870 137 beträgt, Sunniten aus Sansibar (Ladeninhaber) und persische Kaufleute. Eine kleine Gruppe Katholiken arbeitet hauptsächlich im Schneiderhandwerk.

Historische Zeichnungen von Pater Alexandre Le Roy über Bagamoyo in den Jahren 1881-92

1888: Bagamoyo wird Sitz einer deutschen Bezirksverwaltung

Historische Postkarte (Besitz: Peter Harke)
Uniformen der Schutztruppe

Im Jahre 1888 schließt die Deutsch-Ostafrikanische Gesellschaft einen Vertrag mit dem Sultan von Sansibar, Seyyid Khalifa, ab, welcher der Gesellschaft den Zugang zur Küstenregion gestattet. Unmittelbar nach Vertragsabschluß wird am 16.8.1888 in Bagamoyo der Flaggenmast des Sultans gegen den Widerstand seines örtlichen Vertreters (der sich weigert, die Flagge des Sultans einzuholen) abgeholzt. Als nach einem Konflikt zwischen der deutschen Gesellschaft und Stadtbewohnern das am Strand von Bagamoyo gebaute Usagarahaus besetzt wird, setzt die SS Möwe 200 Marine-Soldaten an Land, die die Revolte niederschlagen. Über 100 Stadtbewohner (ca. 10% der Bevölkerung) kommen dabei ums Leben.

1889: Bagamoyo brennt im Bushiri-Aufstand

Foto: Privatbesitz Peter Harke
Bushiri-Aufstand

Der Konflikt zwischen Stadtbevölkerung und deutschen Kolonialherren eskaliert im Jahre 1988/89, als die Deutschen die Registrierung von Land und Eigentum einführen. Nie zuvor war unter den Einheimischen eine derartige Registrierung vorgenommen worden, und es wird befürchtet, dass die Deutschen der Bevölkerung Grund und Boden wegnehmen.

Foto: Privatbesitz Peter Harke
"Die Kreuzerfregatte Leipzig vor Bagamoyo" (Zeichnung von Erwin Günter aus dem Jahr 1888). Aus: "Illustrierte Zeitung" vom 2. Februar 1889

Daraufhin organisiert der Araber Bomboma den Aufstand in Bagamoyo mit Hilfe des legendären Bushiri bin Salim al-Harthi, der bereits zuvor in Tabora (Landesinnere) die arabischen Truppen gegen die Deutschen angeführt hat. Bushiri ist anfangs sehr erfolgreich. Weite Teile Bagamoyos werden niedergebrannt und Bushiri versammelt seine Truppen vor der Stadt zum Generalangriff.

Wissmann-Denkmal vor der Boma

Die deutsche Regierung sieht sich daraufhin veranlaßt, der Deutsch-Ostafrikanischen Gesellschaft Unterstützung zu gewähren und beauftragt Hermann von Wissmann, mit seiner durch Sudanesen und Zulus aus Südafrika aufgestockten Infanterie Bushiri niederzuschlagen. Um die Zeit bis zur Ankunft der deutschen Truppen zu überbrücken, führt der deutsche Admiral Denhardt Scheinverhandlungen mit Bushiri, der den Posten eines Gouverneurs der Küstenregion, monatliche Zahlungen und das Recht auf eine eigene Armee verlangt.

Im Mai 1989 hat Wissmann seine Truppen zusammengezogen und mehrere Befestigungen errichtet. Nach mehreren Schlachten wird der Aufstand niedergeschlagen, im Juli 1889 die Stadt Pangani (nördlich von Bagamoyo) erobert und Bushiri in Pangani hingerichtet. Das gleiche Schicksal trifft den Anführer Bomboma und andere.

Im Oktober 1890 erhalten die Deutschen vom Sultan von Sansibar für vier Millionen Mark die offiziellen Landrechte und im Frühjahr 1891 wird Deutsch-Ostafrika auch formal zur Kolonie.

1891: Bagamoyo wird erste deutsche Kolonialhauptstadt in Deutsch-Ostafrika

Foto: Rudolf Blauth
Ehemaliger Wachturm am Hafen

Für eine Übergangszeit wird von Anfang 1891 - Anfang 1892 Bagamoyo der Sitz des Kaiserlichen Gouverneurs und damit Sitz der wenigen zentralen Behörden. Im "Verzeichnis des deutschen Archivbestands" im tansanischen Nationalarchiv (Franz und Geißler, Marburg 1894) ist davon die Rede, dass Schutztruppenkommando und -verwaltung am 26.1.1891 zunächst in Bagamoyo, die Seeabteilung hingegen bereits direkt in Dar es Salaam stationiert wurden. Im Frühjahr 1891 dürfte der erste Zivilgouverneur Freiherr von Soden wohl in Bagamoyo eingetroffen sein.

Der flache Strand vor Bagamoyo ist dann allerdings einer der wesentlichen Gründe dafür, dass bereits Anfang 1892 Dar es Salaam mit seinem Tiefwasser-Hafen die neue Hauptstadt von Deutsch-Ostafrika wird.

1897: Fertigstellung der Boma als Amtssitz der kolonialen deutschen Bezirksverwaltung

Besitz: Peter Harke
Die Boma 1906

Die Boma wurde in den Jahren 1895-1897 gebaut und diente nach seiner Fertigstellung bis zum ersten Weltkrieg als Amtssitz der deutschen kolonialen Bezirksverwaltung. Im Dezember 1897 wurde sie ihrer Bestimmung übergeben.

1914: Britische See- und Luftangriffe auf Bagamoyo

Während des 1. Weltkrieges, in dem Deutschland sämtliche Kolonien verliert, werden auch die deutschen Truppen in Bagamoyo von den Briten angegriffen. Die Deutschen verschanzen sich auf dem neutralen Missionsgelände und gefährden damit das Leben der dort untergebrachten 2000 Zivilisten. Diese bleiben wie durch ein Wunder unverletzt, während das Pfarrhaus und die neue Kirche zerstört werden. Die deutschen Soldaten werden bald überrannt und die Stellung von den Briten eingenommen.

1914: Erneut eine Stadt von Fischern und Bauern

Mit dem Abzug der Deutschen aus Ostafrika endet auch die Rolle Bagamoyos als Handelsort und für fast 100 Jahre wird Bagamoyo wieder zur verschlafenen Stadt von Fischern und Bauern mit langsam verfallenden Kolonialbauten, die heute überwiegend nur noch als Ruinen an die Glanzzeit Bagamoyos als wichtigste Küstenstadt der Region erinnern.

1961: Bagamoyo wird nach der Unabhängigkeit Distrikt-Hauptstadt

Heute hat Bagamoyo ca. 35.000 Einwohner und ist Hauptstadt des sehr großen Bagamoyo Districts, der etwa der Größe des Libanon entspricht.

1993: Städtepartnerschaft mit Vallejo (USA)

Zwischen der kalifornischen Stadt Vallejo (USA) und Bagamoyo wird eine offizielle Städtepartnerschaft abgeschlossen. Es ist die erste ausländische Partnerstadt Bagamoyos. 2013 besucht der aus Bagamoyo stammende tansanische Staatspräsident Jakaya Kikwete Vallejo.

2003: Bagamoyo auf dem Weg zum UNESCO-Weltkulturerbe?

Auf Initiative der schwedischen Entwicklungshilfeorganisation S.I.D.A. findet im Jahre 2003 die Internationale Bagamoyo-Konferenz statt mit dem Ziel, ein neues UNESCO-Weltkulturerbe "Ostafrikanische Sklavenroute" unter Einschluss Bagamoyos zu beantragen.

2005: Vorbereitung der Verleihung der Stadtrechte

Erst im Jahr 2005 beginnen in Bagamoyo die ersten Vorbereitungen für die offizielle Verleihung der Stadtrechte des Staates Tansania. Die schwedische Entwicklungshilfe unterstützt den Aufbau einer eigenen Stadtverwaltung. Die Stadtrechte sollen nach jüngsten Informationen im Jahr 2015 endlich verliehen werden.

2005: Der neue Staatspräsident Jakaya Kikwete kommt aus Bagamoyo

Jakaya Kikwete

Der im Dezember 2005 mit überwältigender Mehrheit gewählte neue Staatspräsident und frühere Außenminister Jakaya Kikwete kommt aus dem Bagamoyo District. Er hat viele Jahre in Bagamoyo gelebt und Mitglieder seiner Verwandschaft leben hier immer noch.

2006: Bagamoyo entwickelt sich

Foto: Peter Harke
Einweihung der renovierten Alten Deutschen Schule im Oktober 2006

Die Distrikthauptstadt Bagamoyo entwickelt sich: Zahlreiche neue Hotels vor allem im Norden des Ortes bereiten sich auf eine Zukunft Bagamoyos als Tagungszentrum und als Ziel für ausländische Kulturtouristen vor. Der Bau eines Hafen südlich von Bagamoyo soll die Voraussetzungen dafür schaffen, dass zukünftig Touristen direkt von Sansibar nach Bagamoyo geleitet werden können.

Mit Unterstützung der schwedischen Entwicklungshilfe wird die Indiastreet neu asphaltiert. Nachdem Schweden bereits einige historische Gebäude renoviert hat (u.a. die ehemalige Karawanserei und 2009/2010 auch das Alte Arabische Teehaus neben der Boma), wird auch aus Deutschland die Renovierung weiterer Gebäude finanziert: Das Katholische Missionsmuseum (Kath. Kirche mit Unterstützung der Bundesrepublik Deutschland), das Bagamoyo Distrikt Hospital und die Mwanamakuka Grundschule (jeweils Freundeskreis Bagamoyo e.V.) sowie die Mwambao Primary School, die historische Alte Deutsche Schule im Ortskern (Marienschule Ahlen und Freundeskreis Bagamoyo e.V. mit Unterstützung der Bundesrepublik Deutschland).

Eine geplante neue Fernstraße Dar es Salaam - Bagamoyo - Sadaani Nationalpark - Tanga - Mombasa/Kenia soll eine Verbindung zwischen Kulturtourismus und Safaribesuch ermöglichen und langfristig einen weiteren Beitrag zur Stadtentwicklung leisten.

2007: Kikwete fordert auf UNESCO-Generalversammlung in Genf die Anerkennung als Weltkulturerbe

Auf der 34. UNESCO-Generalkonferenz am 22.10.2007 in Genf setzte sich der tansanische Staatspräsident sowohl für die Schaffung eines neuen UNESCO-Weltkulturerbes "Sklavenroute" von den großen Seen im Landesinnern bis nach Sansibar ein als auch für ein weiteres UNESCO-Weltkulturerbe "Road to Independence" (Straße der Unabhängigkeit), das im südlichen Afrika angesiedelt werden soll und auch Bagamoyo als Ausgangspunkt des Befreiungskampfes in Mosambik (hier hatte die Frelimo unter Samora Machel jahrelang ihr Hauptquartier) umfassen würde.

2009: Bagamoyo schreibt Medizingeschichte mit erfolgreicher Malaria-Impfstoff-Testreihe

Foto: Jonas Hofmann
Ifakara Health Institute Bagamoyo

Im Kampf gegen die Seuche Malaria zeichnet sich Hoffnung ab: Ein an Kindern und Säuglingen u.a. dem Gelände des Kreiskrankenhauses von Bagamoyo getesteter Impfstoff zeigt erstmals einen bedeutenden Schutz vor der Infektion mit dem Malariaerreger. Im Beobachtungszeitraum von sechs Monaten reduzierte das Test-Vakzin die Infektionsrate um 63 Prozent. Im August 2013 wird die weltweit erste Feldstudie in Bagamoyo mit dem neuen, in den USA entwickelten Malaria-Impftsoff PfSPZ angekündigt.

2013: China kündigt den Bau eines großen Containerhafens an

Im März 2013 besucht der neue chinesische Staatspräsident Xi Jinping Tansania. Es ist nach Russland sein zweiter Auslandsbesuch. In Daressalam wird eine Vereinbarung unterzeichnet, wonach China für ca. 10 Mrd. US-Dollar den Bau eines großen Containerhafens südlich der Stadt sowie den Bau einer Sonderwirtschaftszone zwischen Bagamoyo und Daressalam finanziert. Bestandteil der Planungen ist der Bau eines Bahnhofs und einer Eisenbahnlinie von Bagamoyo zur Zentraleisenbahn und zur TanSam-Eisenbahn. Ein neuer Highway soll den neuen Hafen mit Chalinze und damit mit dem TanSam-Highway verbinden. Bereits 2014 könnten die ersten Vorbereitungsarbeiten starten, mit dem Baubeginn wird 2015 gerechnet.

2013: Städtefreundschaft mit Ahlen/Westfalen

Im Dezember 2013 deklariert der Rat der Stadt Ahlen die vielfältigen bürgerschaftlichen Beziehungen zwischen Ahlen und Bagamoyo einstimmig als "Städtefreundschaft".

2014: Coastal nimmt Bagamoyo in ihren Flugplan auf

Die renommierte nationale Fluglinie Coastal nimmt 2014 Bagamoyo in ihren Flugplan auf mit täglichen Flugverbindungen nach Sansibar und zum Internationalen Flughafen von Daressalam.