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Musik

Foto: Rudolf Blauth
Werema Chacha an der Litungu

Tansania blickt auf eine lange, vielfältige und äußerst interessante Musikgeschichte zurück. Experten bezeichnen Ostafrika, die "Wiege der Menschheit", heute gelegentlich auch als "Wiege der menschlichen Musik".

Es ist das Verdienst des Bagamoyo College of Arts, der einzigen staatlichen Kunsthochschule Ostafrikas, und das Verdienst der Bagamoyo Players, des Nationalensemble Tansanias, dass die alten Rhythmen, Lieder, Musikinstrumente und Tänze (früher fast immer als Einheit und als Gemeinschaftsereignis dargeboten) in einem für die 3. Welt einzigartigem Projekt staatlicher Kulturarbeit nicht in Vergessenheit geraten sind.

Heute läßt sich in Tansania, dessen Großstadtbevölkerung mittlerweile kaum noch Bezüge zur alten Kultur besitzt und längst eine eigene Stadtkultur bzw. -kunst entwickelt hat, die folgende Musik unterscheiden:

  • Traditionelle ostafrikanische Musik
    (fast in Vergessenheit geraten, allenfalls noch auf dem Lande bekannt, nur noch von den Massai ausschließlich in rituellen Zusammenhängen praktiziert)
  • Indische Musik
    (vor allem als Filmmusik populär)
  • Moderne afrikanische Musik
    (Stadtmusik mit Liveauftritten verschiedener Bands unter Einbeziehung elektronischer Instrumente als Disco-Ereignis mit Liedern in englischer Sprache oder in Kisuaheli unter starkem musikalischen Einfluß des Kongo)
  • Westliche Musik
    (vor allem als elektronische Musik im Rahmen städtischer oder ländlicher Disco-Veranstaltungen, selbst in Dörfern mittlerweile aus Radiolautsprechern zu hören)